WB Barnerstraße 42

WB Barnerstraße 42

Hochbaulicher Realisierungswettbewerb im Juni 2018

Auslober:

Köhler von Bargen Projekte GmbH, im Einvernehmen mit der Freien und Hansestadt Hamburg, vertreten durch BSW und Bezirksamt Altona

2. Platz

Standort: Hamburg-Ottensen

Aus städtebaulicher Sicht sieht der Entwurf eine Blockrandschließung und damit die Bildung eines belebten Innenhofs vor. Die Höhe der geplanten Neubebauung orientiert sich dabei an den Bestandsgebäuden in der direkten Umgebung und nimmt auch deren gestalterische Teilung in Sockel, Obergeschosse und Dachabschluss auf. Um der markanten Ecke an der Kreuzung Barnerstraße / Bahrenfelder Straße ein Gesicht zu geben wurde sich gestalterisch an der typischen Ottenser Nase orientiert. Der gesamte Sockel ist mit öffentlichen Nutzungen bespielt, die sich auch in den Innenhof ziehen und sich damit in das lebendige Ottensener Stadtbild einfügen.

Das Erdgeschoss ist überwiegend mit gastronomischen Nutzungen bespielt, die sich auch in den öffentlichen Innenhof hineinziehen. Dort sind auch weitere Kulturnutzungen verortet. In den Obergeschossen ist Wohnungsbau mit einem Anteil von 30% gefördertem Wohnungsbau angedacht. Es sollen 63 neue Wohnungen entstehen. Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über einen großzügigen Durchgang von der Barnerstraße aus. Von dort erreicht man über eine Freitreppe im Innenhof die Treppenhäuser. Nur ein Treppenhaus geht dabei bis in das Erdgeschoss und die Tiefgarage und ist dabei auch barrierefrei von der Bahrenfelder Straße aus zu erreichen. Um die vorgegebene Gebäudekubatur möglichst effizient ausnutzen zu können, ist der Baukörper mit lediglich 3 Treppenhauskernen organisiert.

Zum Hinterhof ausgerichtet sind Balkone geplant. Der durchgehende Sockel setzt sich dunkel von den darüber liegenden Geschossen ab. Holzfenster mit integrierten Sitzelementen geben der Gestaltung Wärme und laden zum Verweilen ein. In den Sockel integriert ist der Durchgang, der durch die angrenzenden Gastronomiefassaden auch im Durchgangsbereich einladend gestaltet ist. Die darüberliegende Wohnbebauung setzt sich durch einen hellen Klinker in 3 verschiedenen Farbtönen vom Sockel ab und macht die einzelnen Häuser ablesbar. Dadurch entsteht eine Kleinteiligkeit, die sich auch in den Bestandsbauten wiederfindet. Das abschließende Dachgeschoß ist mit einem dunklen Metall verkleidet. Das strenge Fassadenraster orientiert sich an der Bestandsbebauung in der Umgebung und wird hausweise durch unterschiedlich gestaltete Faschen gestalterisch verfeinert.

Sämtliche Freiflächen befinden sich im Innenhof des Gebäudes und sind eingeteilt in befestigte, öffentliche Flächen, die auch der öffentlichen Gastronomienutzung dienen und Kinderspielflächen und gemeinsame Gartenflächen für die Anwohner, die zum Teil auf den Dachflächen über dem Erdgeschoß liegen. Dabei orientiert sich die Gestalt der befestigten Flächen an der Befahrbarkeit durch Anlieferungsfahrzeuge, um dem entstehenden Grün- und Spielraum die größtmögliche Fläche einzuräumen.

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